Challenge Paguera – Das fast perfekte Rennen…

IMG_9297…Unter mir im tiefen Blau des Meeres tummelte sich ein riesiger Schwarm unzähliger kleiner Fische. Die Blasen eines Athleten vor mir deuteten mir den Weg zum Schwimmausstieg. Geschafft, und nicht einmal schlecht. Ich hatte schon einige Starter aus der Startgruppe vor mir eingeholt. Nur vier bis fünf Athleten mit der ebenfalls blauen Badekappe waren etwas weiter vor mir aus dem Wasser gekommen.

 

IMG_9384Also ging ich als einer der ersten aus meiner Gruppe auf den sehr anspruchsvollen, aber doch schnellen Radkurs. Zwei Runden á 45 Kilometer waren zu absolvieren. Die ersten 30 vergingen wie im Flug. Dann versuchte ich bei tropischen Temperaturen um die 30 Grad etwas an Kraft zu sparen und fuhr mit geringem Kraftaufwand weitere 30 Kilometer, um auf den letzten 30 noch einmal Vollgas zu geben. Der Plan ging perfekt auf. Nach exakt 2:30 Stunden und einem 36,4er Schnitt sprang ich wie gehabt mit flinkem Fuß in die T2.

Also fasste ich mir im Kopf noch einmal zusammen: Du bist für deine Verhältnisse sehr gut geschwommen – trotz des Neoprenverbots (31:40h), hast dir die Radstrecke perfekt eingeteilt (2:30), jetzt also nur noch einen soliden Halbmarathon hinlegen und du bist echt ganz weit vorne. Denn ich schob mein Rad in eine fast komplett leere Wechselzone.

 

 

IMG_9416Doch was dann auf den abschließenden 21 Kilometern geschah, kann ich mir bis heute selbst nicht erklären. Dabei hatte ich im Training viel an meiner Laufperformance gefeilt und die Trainingsergebnisse ließen mich positiv in das Rennen starten.

Ich erspare euch hier meine ausführlich erlebten Strapazen, auch wenn es die Laufstrecke wirklich in sich hatte und kein Athlet unter 1:20 Stunde geblieben ist, ist das trotzdem keine Ausrede. Nur ein paar Fakten: Ich habe 2:05 Stunden gebraucht, musste meine ersten Gehpausen in einem Wettkampf einlegen und davon alle fünf Minuten eine. Selbst auf den letzten 400 Metern blieb mir die Pause nicht erspart. Am Ende ging es mir nur darum, kein DNF in der Ergebnisliste stehen zu haben, aber eine 5:15 Stunden Endzeit, Platz 24 in meiner Kategorie und Platz 174 insgesamt, kommt dem schon verdammt nahe…

Es war trotzdem ein wirklich schöner Wettkampf und kann diesen nur wärmsten empfehlen.

Bis bald, euer Niels