Mitteldistanzbericht vom XL-Triathlon Berlin

Am vergangenen Sonntag stand meine erste Mitteldistanz auf dem Programm. Hierzu hatte ich mir Anfang des Jahres den XL Berlin Triathlon ausgesucht. Dieser passte nicht nur perfekt in die Saisonplanung zwischen den Ligarennen, sondern war auch von der Ausschreibung und den Bewertungen schon gestarteter Athlet sehr positiv. Also wurde sich auf den Weg gemacht und geschaut, ob der Wettkampf wirklich so viel hergibt wie er verspricht.Nun war es Sonntagmorgen kurz vor 9 Uhr, es war ein herrlicher Tag mit optimalen 23 Grad. Die Wechselzone war eigerichtet, der Neo an, das einschwimmen beendet und die Garmin Uhr startklar. Rund 350 Mitteldistanzler an der Startlinie warteten nun auf das Startsignal, um die 5 Bojen, welche aufgereiht waren wie ein Dreieck, zu umschwimmen. Und schon ging es los. Es bildete sich schnell eine dreiköpfige Spitzengruppe, welche sich rasch von uns fünf Verfolgern absetzen konnte. Im Gegensatz zu den Ligarennen war es ein angenehmes schwimmen und kein gekloppe bei den Bojen ;). Zum Schwimmen gibt es nicht viel zu sagen. Ich kam als 6. in einer soliden Zeit von 27:32 aus dem Müggelsee, um mich nun auf den 500m weiten Weg zur Wechselzone zu machen.

5762c891-7312-4f60-8bf0-8ed3ca6a018fHelm auf, Startnummernband um, Fahrrad geschnappt und ab auf die 94km lange Radstrecke. Das Profil war sehr flach (250Hm) und die Strecke war wie ein Lasso aufgebaut. Also rauf aufs Rad um die Verfolgung zu starten. Nach ca. 45km war ich bis auf Platz 2 vorgefahren, bis auf einmal zwei extrem gute Radfahrer an mir vorbeipreschten und ich keine Chance hatte irgendwie in der Nähe zu bleiben. Außerdem wurde mir erstmal bewusst, dass es gar nicht so einfach ist bei einem Verpflegungspunkt eine Flasche zu greifen. Aber in der zweiten Runde ist man ja schlauer und fährt ein wenig langsamer zur Verpflegung. Nach rund 70km merkte ich schon ein wenig die Oberschenkel und ging auch mal aus dem Satten um ein wenig Abwechslung in die Position zu bekommen. Jedoch fühlte sich alles soweit konstant an und ich wechselte zeitgleich mit dem 3. zum Laufen (7min Rückstand zur Führung). Die 94 km habe ich mit einem knapp 40er Schnitt in 2:22 Std absolviert und war ein wenig von mir selber überrascht. Nichts desto trotz hieß es jetzt noch den Halbmarathon in drei Runden a 7 km zu absolvieren. Das gute an der Lauftrecke war, dass man die Konkurrenz einmal an einem geraden Teilstück sah, um den Vorsprung einzuschätzen.

3dd7eaad-8aee-4bc4-a4f2-ed0fee0e574f-1Also, der 3. lief aus der Wechselzone los, als würde es kein Morgen mehr geben. Da dachte ich nur OHA, lass dich nicht beirren und lauf das vorgegebene Tempo vom Coach. Denn dieser ist bekanntlich ein Fuchs und gab mir mit das die Wettkämpfe erst ab km 14-16 gewonnen werden. Also lief ich das 4:05 Tempo und nahm nach 5km ein Gel, welches aber bis km 6 ziemlich quer im Magen hing. Nach einer leichten Temporeduzierung auf dem Kilometer ging es aber denn wieder Richtung vorgegebene Pace. Nach und nach sah ich wie ich dem vorgepreschten 3. Platz wieder dichter auf die Fersen kam, das gleiche galt leider auch für meine Verfolger, welche auch wiederrum ein wenig dichter auf meine Pelle rückten. Nach zwei von drei Runden lag ich auf Platz drei und nahm noch ein weiteres Gel in der Hoffnung das alles gut geht. Und ab ging es! Es lief gut, bis auf das die Beine sowieso schwer waren und sah das der Abstand zum 2. und 1. nur noch minimal war. Ich probierte noch einmal das Tempo zu erhöhen. Dieses wurde belohnt und so übernahm ich einem Kilometer vor dem Ziel die Führung. Diese konnte ich mit über einer Minute ins Ziel retten und beendete in 4:22 Std meine erste Mitteldistanz. Im Ziel stand ich einfach nur da und merkte wie meine Beine anfangen richtig zu brennen und dachte so GEIL, lief doch für die Erste MD. 😉

91731f8d-db10-468c-8ccd-7536ceb28c4dIch kann diesen Wettkampf nur empfehlen…super organisiert, top Strecke und top Verpflegung von Dextro Energy. Nun heißt es in zwei Wochen in Bremen die letzten Kräfte zu mobilisieren und denn in die verdiente Offseason zu gehen, der 70.3 Barcelona im nächstem Jahr wartet schon.

 

 

 

 

 

-Niels Sackmann