ReLi-Finale in Bad Zwischenahn

14141904_1207581785969282_3244298669850805595_nUm 18 :30 Uhr, einer Zeit, in der man mit dem Team normalerweise schon auf dem Weg zum Italiener ist, um sich vor dem Wettkampf die Speicher zu füllen, stehen wir, das sind Sven, Alex, Kim, Robert und ich, an der Startlinie zum letzten Rennen dieser Saison in der Regionalliga Nord.

Dabei stehen wir in diesem Fall bis zur Brust im Wasser des Zwischenahner Meeres, in dem es nun an den ersten Teil des Finales ging. 500m Schwimmen und anschließend 3km im Teamsprint Laufen.

Aufgrund der Spitzenplatzierungen in den letzten vier Wettkämpfen der Liga haben sich die Kapitäne dazu entschlossen, auch die ehemals Kranken und Verletzten auf die Strecke zu schicken. So kommt es das auch ich dieses Mal mit am Start bin.

Nach dem kurzen Schwimmintermezzo hieß es kurz in der Wechselzone auf die Teamkameraden warten, bevor es zu viert mit Siebenmeilenschritten auf die 3km-Runde ging. Wie schon vor Start beschlossen, musste unser schwächster Schwimmer Alex nun die Aufholjagd starten und an uns heranlaufen. Denn trotz eines überambitionierten Anlaufens war ich, wie erwartet, mit Abstand der schwächste Läufer im Gespann. Mit einer Pace, die für die anderen kaum spürbar schien, hechelte ich verkrampft hinterher bis Alex auf uns auflief und mich als Streichergebnis erlöste.

Mit dem dritten Platz im Swim&Run am Ende des Tages waren wir dennoch zufrieden und verdrückten, wenn auch etwas später als gewohnt, unsere Calzone beim Italiener.

Sonntag erfolgte der Start auf der Sprintdistanz mit den Abständen des Swim&Runs vom Vortag. Wir starteten also mit rund 24 Sekunden Rückstand auf das erste bzw. 10 Sekunden auf das zweite Team. Auf den 750m hieß es dann „jeder für sich selbst“. Vorbei an einigen Konkurenten konnten Kim und ich unsere Positionen bereits beim Schwimmen verbessern und kamen als 7. und 8. aus dem Wasser.

Die 27km lange Radstrecke war schnell und bot die Sicht auf die Athleten vor uns. So konnten wir uns Meter um Meter heranfahren und überholen.

Meine Mission wurde bereits am Vortag vom Team klar definiert:

„Schwimm dich nach vorne und gib beim Rad alles! Beim Laufen gilt dann nur noch überleben!”

Und genau so wurde es getan. Während Robert langsam an uns vorbei auf den 2. Platz fuhr und es in der Spitze relativ einsam war, schien sich dahinter ein großes Feld gebildet zu haben, welches mal wieder die Windschatten-Definition stark streckte.

Auf der Laufstrecke gab sich mir bereits nach dem ersten Kilometer das Gefühl eines LKW-Fahrers auf der rechten Spur. Mit einem Affenzahn liefen die Athleten an mir vorbei und ließen mich fast stehen. Kurze Versuche an Sven und Alex dranzubleiben scheiterten und erst als Kim an mir vorbeizog, hatte ich meinen Rhythmus gefunden und biss mich an ihm fest. Auf der zweiten Laufrunde dann noch einmal eine Motivationsspritze, als Robert, Sven und Alex auf der Überholspur entgegenliefen.

Völlig fertig, aber überglücklich doch noch an Kim drangeblieben zu sein, lief ich nun ins Ziel ein.

Mit den Topplatzierungen der Jungs wurde der Tag nun noch mit dem ersten Platz der Tageswertung und dem Gesamtsieg in der Regionalliga belohnt. Ein Sieg, an dem so viele unserer Athleten beteiligt waren.

14079561_1209033429157451_4499704419145751948_nEin großer Dank geht an die Kapitäne der Regionalliga Niels und Micha für die Organisation im Team. An Wolfgang Mangelsen für die Orga der Liga. Und natürlich an unsere Sponsoren und Partner, die uns auch in dieser Saison wieder tatkräftig unterstützt haben.

Wie jedes Jahr zum Ende der Saison werden nun neue Pläne geschmiedet, Veränderungen gemacht und neue Herausforderungen angegangen.

Wir freuen uns darauf!