Robert gewinnt beim dritten Anlauf in Bad Bodenteich

Normalerweise findet in Bad Bodenteich eine wunderschöne Mitteldistanz statt. Doch aufgrund des verunreinigtem Wassers wurde das Schwimmen verboten und der Wettkampf zu einem Duathlon umfunktioniert. Nun wurde zunächst 10 Kilometer gelaufen, 90 km Rad gefahren (450 Höhenmeter) und erneut 10 km gelaufen. Es ist nicht so leicht, das richtige Tempo auf den ersten 10 Kilometern zu finden. Vor allem wenn die 2,5 Kilometer Runde recht anspruchsvoll ist, da sie kaum Asphalt und zusätzlich noch einige Höhenmeter beinhaltet. Nach dem ersten Kilometer befand ich mich ca. auf dem 10. Rang. Erfahrungsgemäß wusste ich aber, dass einige Sportler zu schnell los laufen würden, daher machte ich mir keine Gedanken und startete zwar zügig, doch auch kontrolliert. Schließlich war es ein langes Rennen. Ich sollte Recht behalten: Nach und nach holte ich mir die vorderen Plätze auf den ersten 10 Kilometern zurück, sodass ich als Dritter nach 38:00 Minuten in die Wechselzone laufen konnte. Garvin Krug kam als erstes und Frank Reitmann als zweites an. Die beiden marschierten anfangs so, dass ich sie ziehen lassen musste. Doch diese Entscheidung sollte sich als richtig bewahrheiten.

Rennanalyse

Rennanalyse

Auf dem Rad schloss ich schnell zu Frank auf und gemeinsam haben wir nach ca. 10 Kilometern auch Garvin einholen können. Ein paar Kilometer fuhren wir zu dritt, doch Garvin konnte dem von Frank und mir vorgelegtem Tempo nicht lange folgen. So ging es eine ganze Weile zu zweit weiter. Nach 40 Kilometern startete ich meine erste Attacke, um Frank loszuwerden, damit ich mit einem Vorsprung als erster zum zweiten 10 Kilometer-Lauf wechseln konnte. Doch dieser Plan ging nicht auf. Frank sah unglaublich stark auf dem Rad aus, keine Chance ihn abzuschütteln. Also Tempo wieder ein wenig drosseln – weiter fahren. Ich hatte mich bereits mit dem Gedanken abgefunden, dass sich dieses Rennen beim Laufen entscheiden wird. Bei Kilometer 60 wurde ich aus diesen Gedanken wachgerüttelt. Frank wurde langsamer – zeigte Schwäche. Meine Beine fühlten sich auch nicht mehr gerade frisch an, daher überlegte ich einen kurzen Moment: Attackiere ich und riskiere zwar einen Vorsprung, aber extrem müde Beine beim Laufen? Behalte ich das Tempo lieber bei und laufe dafür schneller? Ich war in Pokerstimmung! Ein Gang runter geschalten, die Wattzahl auf 330 hochgedrückt und ab! Schnell merkte ich, dass Frank diesmal nicht das Tempo halten konnte. Das motiviert! 10 – 15 Minuten drückte ich weiter, dann ließ ich es aus Respekt vor dem letzten Lauf wieder behutsamer angehen.

Interview

Interview

So fuhr ich nach 2:14 Stunden doch mit dem erhofften Vorsprung zum zweiten Mal in die Wechselzone und konnte einen soliden letzten Lauf abliefern. Er war spürbar härter als der erste Lauf, doch schenkte ich meinen Beinen keine Pause! Ich wollte eine gute Zeit laufen! Mit 38:50 Minuten war mir das gelungen und ich konnte den ersten Platz sogar noch auf ca. 5:30 Minuten Vorsprung ausbauen – mehr geht nicht! 🙂

Siegerehrung

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