Wettkampfbericht Viktoria-Duathlon Borken

Als letzte Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften musste nochmals ein Vorbereitungswettkampf her.
Da Borken der einzige Wettkampf war, der zwischen Trainingslager und den Meisterschaften noch passte, musste also der Weg nach Nordhessen aufgenommen werden. Angesichts der Hessischen Meisterschaften, die ausgetragen wurden, stand auch starke Konkurrenz u. a. mit Christoph Benz am Start, welchen man auch in der ersten Liga wiederfinden wird.

Angesichts der frischen Temperaturen und des starken Windes hatte ich nicht mit einem zügigen Wettkampf gerechnet.

Beim ersten Lauf, welcher über offene Felder und eine 2,5 Kilometer lange Wendepunktstrecke führte, versuchte ich direkt, das Tempo brutal hochzuhalten. Man weiß ja nie, wer auf dem Rad nochmal angreifen kann. Mein Plan ging auf, die Verfolgergruppe konnte ich beim ersten Wendepunkt mit einem Sprint in den Wind stellen und von da an wuchs mein Vorsprung kontinuierlich. Ein bisschen blau ging es nun nach 15:33 Min. in die Wechselzone, überraschend schnell. Gut 20 Sekunden konnte ich auf den Zweitplatzierten herauslaufen.
Also erst einmal kurz chillen, den Helm in Ruhe auf die Kartoffel bekommen und die Radstrecke abchecken.

Glücklicherweise bestand die 7 Km lange Runde aus einer langezogenen Abfahrt und einem knackigen 2 km langen Anstieg. Die Abfahrt war recht übel, da diese über schmale Feldwege und 90 Grad Kurven verfügte, die meinen nicht vorhanden Abfahrtskills alles abverlangten. Glücklicherweise hatte ich ein Führungsmotorrad, welches mir den Weg immer frei hielt.
“Vong der Curvigkeit war das eins Schwieriges“
Ich konnte meine Führung allerdings bis in die Wechselzone schleppen und ging mit 10 Sekunden Vorsprung auf den abschließenden Lauf.

Nun war mein Verfolger allerdings nicht mehr Christoph, sondern Vincent Größer, der mir auf dem Rad mal eben eine Minute abgenommen hatte. Also musste ich doch nochmal die Wunderkerze machen (Hell leuchten, aber schnell verbrennen) und die letzten 2,5 km wie ein Bekloppter anrennen. Beim Wendepunkt merkte ich dann, dass mein Vorsprung sich deutlich vergrößerte und ich konnte ein bisschen rausnehmen, da sich die ersten Krämpfe bemerkbar machen wollten.

“Was für eins Lauch Beine”, dachte ich nur. Als das Führungsfahrrad mir allerdings mitteilte, dass ich auf Streckenrekordkurs war, entschied ich mich nochmal das Tempo zu erhöhen. Hat prima geklappt und im Nachhinein durfte ich feststellen, dass ich gar nicht so langsam wie befürchtet unterwegs war. Gute 50 Sekunden Vorsprung waren es am Ende auf den zweitplatzierten Gößer.

Coole Veranstaltung, nette Atmosphäre und top organisiert, was will man mehr?!

 

Max Schröter