Wettkampfbericht Wilhelmsburger Insellauf

Am letzten Sonntag hieß es mal wieder, das zu machen, was ich am besten kann – laufen.
Ein 5km-Vorbereitungslauf  stand an und nach meiner Erkältung im Trainingslager war ich heiß wie Frittenfett. Schon beim Einlaufen spürte ich, dass heute einfach mein Tag ist. Jeder kennt das Gefühl, wenn man weiß, heute geht alles. Genial! Allerdings beschlich mich das dumme Gefühl, dass fünf Minuten Vorsprung für den Halbmarathon nicht ganz reichen würden, da die ersten 2 km auf derselben Strecke absolviert werden mussten. Aber egal, die Veranstaltung gibt es schon einige Zeit und dass wird schon passen. Beim Start war ich dann fokussiert wie lange nicht, das kannte ich sonst nur aus Bundesliga-Wettkämpfen oder anderen wichtigen Events. Der Startschuss erfolgte und als erstes setzen sich die Kinder vorne ab, die wohl von ihren Schule verpflichtet wurden teilzunehmen. Schnell konnte ich dann aber die Führung übernehmen. Da ich keine Uhr tragen wollte, bin ich nach Gefühl gelaufen und es fühlte sich verdammt schnell an, bis zur 500m-Marke. Wir liefen jetzt schon auf den Halbmarathon auf und meine Befürchtungen bewarheiteten sich. Das Führungsfahrrad kapitulierte direkt und ich wurstelte mich auf dem Grünstreifen vorbei.12957528_1314241741925530_6228726432036454354_o Das kostete Zeit und Kraft. Nun ja, die angepeilten 15 und ein paar Zerquetschte waren nun dahin. Nach endlosen zwei Kilometern teilte sich die Strecke endlich und ich konnte mein Tempo laufen. Kurz das Wohngebiet umkurvt und in Euphorie gebadet, dass es nun endlich lief, kam ich bei Kilometer drei wieder auf dieselbe Strecke. Halbmarathonies und die Läufer des fünf Kilometer Laufes kamen mir nun entgegen. Bei Kilometer vier kamen mir dann die letzten Walker entgegen und ich konnte nochmal Fahrt aufnehmen. Immerhin ein bisschen Fahrtspiel konnte ich heute betreiben. Kurz vor dem Ziel war niemand darauf vorbereitet, dass ich schon komme und somit lief ich auch noch auf den Schülerlauf auf. Immerhin haben die Streckenposten hier versucht, mir noch den Weg zu räumen. Im Ziel blieb die Uhr bei 16:17 Minuten stehen, Ziel verfehlt. Aber unter den Umständen war es wohl das Maximum, was ich rausholen konnte. Egal, die Form stimmt und in Scheeßel werde ich wieder richtig angreifen!

 

-Max Schröter