Regionalliga Schwerin

Kunzi entstieg als Erster des Feldes den Fluten

Kunzi entstieg als Erster des Feldes den Fluten

Auch in diesem Jahr ging es für die Regionalliga wieder in Schwerin um Punkte in der Mannschaftswertung.

Schon beim ersten Wettkampf in Vierlanden vor einigen Wochen zeichnete sich dabei ab, dass es in dieser Saison ein richtig enges Rennen um die Meisterschaft wird und so wollten wir alles dafür tun, möglichst viele Punkte zu ergattern. Leider wurde dieses Unterfangen aus verschiedenen Gründen torpediert. Zuerst musste Golo Anfang der Woche absagen und dann am Freitag auch noch unser Garant auf eine Spitzenplatzierung Günni.

So kam es, dass sich Sonntagmorgen Mister Zuverlässig Andre Stübs, unser Motorboot Christian Kunze, der Kapitän Niels Sackmann, unser „Weltmeister“ Malte Onas und ich, Mister Unzufrieden, Kim Oranienburg auf den Weg zum schönen Schweriner Schloss machten, um das Beste aus der komplizierten Situation herauszuholen.

Auf dem Weg wurde die Laune durch den Dauerregen bei den anderen etwas getrübt. Nachdem es bei mir aber bei der Regengeneralprobe im Stadtpark schon recht gut funktioniert hatte, war ich frohen Mutes, dass es, zumindest bei mir, gar nicht so schlecht werden könnte.

Geschwommen wurde bei doch recht kühlen 19 Grad im Schweriner See auf einer zwei mal zu umschwimmenden Dreieckstrecke. Für mich ging es dabei darum, mich in der ersten Schwimmgruppe zu halten, leider verpennte ich jedoch nach der ersten Boje, dass mein Vordermann hat abreißen lassen und so mühte ich mich eineinhalb Runden damit ab, irgendwie wieder ranzukommen, was mir jedoch leider nicht ganz gelingen sollte.

In der 1. Wechselzone angekommen, sah ich noch kurz André, der sein Rad gerade vom Ständer nahm und sich auf den Weg machte. Kunzi war natürlich schon weg. Ich ärgerte mich immer noch ein wenig über den Fehler im Wasser und versuchte möglichst schnell die Lücke nach vorne zu schließen. Dabei überholte mich zwar einmal ein blauer Blitz (der spätere Sieger Benjamin Winkler) ansonsten war es aber recht ruhig und ich sah die vor mir Fahrenden näher kommen. Dann kamen allerdings nach ca. 15km noch einmal drei schnelle Jungs von hinten, an die ich mich, wie es sich gehört, nicht ranhängte und einfach nur versuchte, weiter an die Jungs aus der 1. Schwimmgruppe heran zu fahren. Diese nahmen es mit dem Windschattenfahrverbot allerdings nicht ganz so ernst, sodass sich mein Abstand, nachdem die schnellen Drei von hinten die vorderen eingeholt hatten, nach vorne langsam vergrößerte. Nach dem Wendepunkt versuchte ich dann noch einmal alles, um doch noch an die Gruppe ranzufahren, dies gelang aber natürlich nicht. Ich hatte zwar die Scheibe von Robert Kores, aber damit leider noch nicht seine Beine ;).

Stübsi hatte sich am Wendepunkt auf Platz 2 positioniert, wurde aber leider auch von der Gruppe geschluckt und somit auf dem Rad ein wenig unter Wert verkauft und so stieg er zusammen mit den anderen vom Rad.

Kunzi hat leider einen schwarzen Tag erwischt und musste das Rennen später mit vollkommen verkrampften Oberschenkeln aufgeben.

Nille, aufgrund einer längeren, verletzungsbedingten Laufpause, nicht in Vollbesitz seiner Kräfte und Malte folgten recht geschlossen etwa eineinhalb Minuten hinter mir auf die Laufstrecke, auf der es jetzt darum ging, möglichst wenig Platzziffern zwischen sich und die Spitze zu bringen.

Da sowohl Kiel als auch Itzehoe extrem stark dabei waren, war es klar, dass diese beiden Teams heute nur sehr schwer zu schlagen sein werden. Trotzdem haben alle noch einmal versucht alles raus zu holen, um zumindest den Podestplatz abzusichern, was letztendlich auch gelang.

Mit den Plätzen 8, 12, 20 und 26 liefen wir ein und wurden somit mit 66 Platzziffern 3. hinter Itzehoe und dem USC aus Kiel.

Mit Wolfsburg auf Platz 4 sind es somit vier Mannschaften, die wahrscheinlich bis zum letzten Rennen in Bad Zwischenahn um die Meisterschaft kämpfen werden.

Nachdem wir im vergangenen Jahr doch recht souverän vorne waren, ist es auf der einen Seite natürlich ärgerlich, nicht immer oben zu stehen, auf der anderen Seite jedoch macht es richtig Spaß, mit so großer Konkurrenz um die vorderen Plätze streiten zu dürfen.

In etwa zwei Wochen geht es dann weiter. Dann mal ohne verbotenes Gelutsche, denn beim Teamsprint in Itzehoe ist das Gruppenfahren innerhalb des Teams erlaubt. Eine vollkommen neue Erfahrung also für die Liga, auf die wir jetzt schon mega heiß sind und auf die wir uns am kommenden Wochenende auch gebührend, bei einem Kurztrainingslager in Pelzerhaken, vorbereiten werden.

 

Kim Oranienburg